Heirat? Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren …

Hat man einmal den Partner für Leben gefunden, steht man als Paar früher oder später vor der Frage: Sollen wir heiraten? Zahlreiche psychologische Studien bestätigen, dass die Ehe einen herausragenden positiven Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden ausübt. Zahlreiche Studien belegen, dass sowohl Frauen als auch Männer, die getrennt, geschieden, verwitwet oder nie verheiratet waren, mehr depressive Symptome aufweisen als ihre Geschlechtsgenossen, die verheiratet sind. Nun gut, dass eine Trennung, Scheidung, der Tod des Ehepartner ein Lebensereignis ist, dass naturgemäß Traurigkeit auslöst, ist bekannt [1] und dürfte wohl jedem einleuchten.

Doch hält die Ehe, was sie verspricht?

Studien zeigen, dass Männer von deutlich mehr ehelicher Unterstützung während der Ehe berichten als Frauen [2] und dass verheiratete Männer einen deutlich höheren gesundheitlichen Nutzen davontragen als Frauen [3].

Außerdem zeigte sich, dass Männer, die von ihren Partnerinnen während eines Stresstests unterstützt wurden, einen geringeren Anstieg des Stresshormons Cortisol aufwiesen als Männer, die keine soziale Unterstützung erhielten. Bei Frauen war dagegen die Unterstützung durch den Partner mit einem stärkeren Cortisol-Anstieg assoziiert [4].

Über die Unterschiede darf spekuliert werden.

[1] Lapierre, Tracey A., Marital Status and Depressive Symptoms over time:age and gender variations (2009), Familiy Relations, Vol. 58, Nr. 4, S. 404-416.

[2] Cutrona, C.E. (1996). Social support in couples:marriages as a ressources in times of stress.Thousand Oaks, CA:Sage.

[3] Ross, C.E., Mirowsky, J., & Goldsteen, K.(1990).The impact of the familiy on health:The decade in review.Journal of Marriages and the Familiy, 52, S. 1059-1078.

[4]Crockett, E.E., Neff, L.A. (2012), When receiving help hurts:gender differences in diurnal cortisol responses to spouses supprt, Social Psychological Science, 4 (2), S. 190-197). / Papp,L. M, Pendry, P., Simon, C.D., Adam,E.K., Spouses´cortisaol associations and moderators:testing physiological synchrony and connectness in everyday life (2013), Familiy Process, Vol.52, Nr.2, 284-298.